IAASS Press Release N° 2017/1 (deu)
18 September 2017

Bitte die Termine vormerken: Woche der Raumfahrtsicherheit und 9. IAASS-Raumfahrtsicherheitskonferenz „Know Safety, No Pain“ Toulouse, 16. bis 20. Oktober 2017

Die IAASS (International Association for the Advancement of Space Safety – Internationale Vereinigung zur Förderung der Raumfahrtsicherheit) möchte Sie gerne zu einer Pressekonferenz aus Anlass der vom 16. bis 20. Oktober 2017 in Toulouse geplanten Woche der Raumfahrtsicherheit einladen. Sie findet statt am

Dienstag, dem 17. Oktober 2017, um 18.00 Uhr in der „Salle des thèses“ der Universität
Toulouse 1 Capitole, 2 rue du Doyen-Gabriel-Marty, im Stadtzentrum von Toulouse

und wird vor allem auf die 9. internationale Konferenz über Raumfahrtsicherheit eingehen, die unter dem Motto steht "Know Safety, No Pain", und die die IAASS

vom 18. bis 20. Oktober 2017 im Centre International de Conférences von Météo-France,
42 Avenue Gaspard Coriolis in Toulouse, organisiert.

Darüber hinaus wird die Pressekonferenz auch die anderen Programmelemente ansprechen, die Bestand-teil der Woche der Raumfahrtsicherheit sind, nämlich der erste internationale Workshop über Anomalien und Fehlfunktionen von Satelliten und Raumfahrzeugen aufgrund der Umgebungsbedingungen im Weltraum, die schon zum siebten Mal durchgeführten beiden Workshops über Sicherheit beim Start und beim Wiedereintritt, sowie weitere sicherheitsspezifische Fachkurse, die am 16. und 17. Oktober der eigentlichen Konferenz vorausgehen. Anlässlich der Pressekonferenz wird auch der französische ESA-Astro-naut und Novespace-Präsident Jean-François Clervoy das neue, von Elsevier herausgegebene, IAASS-Buch mit dem Titel "Space Safety and Human Performance" über die Herausforderungen bei der Sicherheit zu-künftiger Langzeitmissionen zum Mars vorstellen.

Die IAASS sieht ihre Aufgabe darin, eine internationale Kultur der Raumfahrtsicherheit zu schaffen und voranzubringen, die dazu beitragen kann, Weltraummissionen, Satelliten und andere Raumfahrzeuge, bewohnte Stationen im Weltraum, auf Mond und Mars, sowie zugehörige Geräte und Nutzlasten sicherer für die Allgemeinheit auf der Erde, das Bodenpersonal, Besatzungen und Flugteilnehmer zu machen. Die Vereinigung setzt sich auch für Bewahrung und Nachhaltigkeit in der Nutzung der orbitalen Erdumgebung ein, um auch noch zukünftigen Generationen einen ungehinderten Zugang zum Weltraum zu ermöglichen. Die IAASS wurde am 16. April 2004 in Noordwijk, Niederlande, als gemeinnützige Organisation gegründet und wurde noch im selben Jahr Mitglied der International Astronautical Federation (IAF) in Paris. Im Jahr 2006 wurde der ehemalige US-Senator John Glenn, der erste Amerikaner im Orbit, Ehrenmitglied der IAASS. Im Jahr 2010 erhielt die IAASS den Beobachterstatus beim UNO-Komitee für die friedliche Nutzung des Weltraums (COPUOS) in Wien.

Die in diesem Jahr von der IAASS zum neunten Mal veranstaltete Konferenz über Raumfahrtsicherheit ist das einzige unabhängige internationale Forum, das sich ausschließlich der Raumfahrtsicherheit widmet, und wo sich Vertreter aller interessierten Gruppen – Regierungen, Institutionen, Militär und Firmen – treffen können und dabei Ideen und Meinungen zu einer breiten Palette an Themen im Bereich Sicherheit und nachhaltige Entwicklung im Weltraum austauschen und publik machen können, was besonders in einer Zeit wichtig ist, in der der früher noch sehr exklusive „Club“ der Nationen mit autonomen Zugang zum Weltraum inzwischen viele frische und ambitionierte Neumitglieder bekommt.  Neben nationalen staat-lichen und kommerziellen Ambitionen im Weltraum kommt auch der internationalen Zusammenarbeit, sowohl auf institutioneller als auch kommerzieller Ebene – zunehmende Bedeutung zu. Selbst der Begriff „Raumfahrt“ ist heute nicht mehr so exklusiv gefasst wie früher, weil Raumtransportsysteme und Luft-fahrzeuge sich beide in Zukunft immer mehr den gleichen, heute bereits überfüllten Luftraum teilen werden, während die Luftfahrt zunehmend von weltraumgestützten sicherheitskritischen Dienstleistungen abhängig wird und flugzeuggestützte Trägersysteme  ein bedeutender Teil des kommerziellen Marktes für Starts in den Weltraum werden könnten. Schließlich nicht zu vergessen ist die ständige Gefahr einer Kollision zwischen Satelliten und anderen Raumfahrzeugen mit einer immer weiter wachsenden Zahl von Trümmerteilen.

Neben den traditionellen Vortragssitzungen gibt es bei der IAASS-Konferenz im Oktober in Toulouse auch eine Reihe interessanter Podiumsdiskussionen mit international renommierten Experten zu sechs Themen, die eine größere Aufmerksamkeit verdienen:   

               - Kollisionsgefahr in der Umlaufbahn für große Satellitenkonstellationen

               - Fragen der Bewohnbarkeit und der menschlichen Leistungsfähigkeit bei Marsmissionen

               - Interoperabilität bei der Sicherheit für Mondbasen

- Schaffung eines Institutes für Raumfahrtsicherheit und von Normen für kommerzielle Aktivitäten

- Luftgestützte Starts und Sicherheit von Flug- und Raumflughäfen

- Internationales Raumflugverkehrsmanagement und Verhaltenskodex für Weltraumaktivitäten 

In der Plenarsitzung zur Eröffnung der Konferenz werden, neben anderen Grundsatzreferenten, der  Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), Johann-Dietrich Wörner, der Präsident des französischen Centre National d'Etudes Spatiales (CNES), Jean-Yves Le Gall, und der Präsident der italien-ischen Raumfahrtagentur (ASI), Roberto Battiston, sprechen.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich den Termin für die Pressekonferenz vorzumerken und sich unter http://iaassconference2017.space-safety.org auf der Seite „Media accreditation“ der 9. IAASS-Konferenz “Know Safety, No Pain” anzumelden, wenn sie eine kostenlose Akkreditierung für die Konferenz erhalten möchten. Weitere Details zum Konferenzprogramm, den Vortragenden und den Interview-möglichkeiten für die Medien werden bekanntgegeben, sobald die Vorbereitungen für die Konferenz weiter fortgeschritten sind.   

Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Dieter Isakeit                                                                                                                                                         
Chair Information and Communication Committee
International Association for the Advancement of Space Safety
Kapteynstraat 1, 2201BB Noordwijk, Netherlands
Tel: +31 (71) 202 00 23, Mob: +49 (176) 42 52 86 10
Email: media@iaass.org, Internet: iaass.space-safety.org